Einbrüche Schweiz 2025: Fünfter Anstieg in Folge (+5 %)
- Anliker Alarm AG

- vor 14 Stunden
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Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 34'755 Einbruchdiebstähle registriert – ein Anstieg von +5 % gegenüber dem Vorjahr (Bundesamt für Statistik, PKS 2025). Es ist das fünfte Jahr in Folge mit steigenden Einbruchszahlen. Das Besondere: Die Gesamtkriminalität und die Vermögensstraftaten gingen 2025 deutlich zurück. Einbruchdiebstahl entwickelt sich damit entgegen dem allgemeinen Trend. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Zahlen zusammen, zeigt regionale Unterschiede und ordnet ein, was die Entwicklung für Eigenheimbesitzer und Unternehmen bedeutet.

Die wichtigsten Zahlen der Kriminalstatistik 2025
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 des Bundesamtes für Statistik (BFS) wurde am 23. März 2026 veröffentlicht. Die Kernzahlen zum Einbruchsgeschehen:
Einbruch- und Einschleichdiebstahl 2025 im Überblick
Kennzahl | 2024 | 2025 | Veränderung |
Einbruchdiebstahl | 33'058 | 34'755 | +5,1 % |
Einschleichdiebstahl | 13'012 | 11'881 | −8,7 % |
Total Einbruch- & Einschleichdiebstahl | 46'070 | 46'636 | +1,2 % |
Durchschnitt pro Tag | 126 | 128 | +2 |
Aufklärungsquote Einbruchdiebstahl | 19,3 % | 19,6 % | +0,3 %. |
Quelle: BFS – Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025
Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Der Einbruchdiebstahl steigt deutlich (+5,1 %), während der Einschleichdiebstahl rückläufig ist (−8,7 %). Und leider erschreckend: Die Aufklärungsquote bleibt bei unter 20 %. Das heisst: Vier von fünf Einbrüchen bleiben ungelöst.
Einbruchdiebstahl steigt entgegen dem Gesamttrend
Die Gesamtkriminalität in der Schweiz sank 2025 um 1,5 % auf 554'963 Straftaten. Die Vermögensstraftaten gingen sogar um 3,5 % zurück (BFS, PKS 2025). Der Diebstahl insgesamt (ohne Fahrzeuge) nahm um 5,3 % ab.
Der Einbruchdiebstahl bildet die Ausnahme. Während praktisch alle Diebstahlsformen rückläufig waren – Taschendiebstahl (−15,5 %), Fahrzeugeinbruchdiebstahl (−18,8 %), Diebstahl ab/aus Fahrzeugen (−17,0 %) – stieg ausgerechnet der Einbruchdiebstahl um 5,1 % an.
Einbruchdiebstahl: Fünf Jahre Anstieg in Folge
Die langfristige Entwicklung macht die Dimension sichtbar.
Quelle: BFS – Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025
Seit 2021 hat sich die Zahl der Einbruchdiebstähle um über 50 % erhöht. Das Wachstum hat sich 2025 zwar verlangsamt (von +14,8 % auf +5,1 %), der Trend bleibt aber klar aufwärts.

Die häufigsten Einbruchsziele in der Schweiz im Detail
Die Polizei unterscheidet zwischen privatem Raum (die eigenen vier Wände, nicht öffentlich zugänglich) und öffentlichem Raum (grundsätzlich zugängliche Bereiche – dazu zählen auch Treppenhäuser und Waschküchen in Mehrfamilienhäusern).
Quelle: BFS – Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025
Besonders alarmierend: Wohngebäude stehen ganz oben auf der Liste der Einbrecher. Einbrüche in private Wohnräume haben stärker zugenommen als Einbrüche in öffentlich zugängliche Bereiche.
Die häufigsten Einbruchsziele im Detail
Wohngebäude stehen auch 2025 an der Spitze der Einbruchsstatistik. Mehr als die Hälfte aller Einbruchdiebstähle betreffen Wohnräume, wie die Zahlen zeigen.
Tabelle: Einbruchdiebstahl 2025 nach Örtlichkeit (Top 10)
Rang | Örtlichkeit | Einbruchdiebstähle 2025 | Veränderung vs. 2024 |
1 | Mehrfamilienhäuser | 13'833 | +671 (+5,1 %) |
2 | Einfamilienhäuser | 6'973 | +442 (+6,8 %) |
3 | Verkaufsräume | 2'362 | +50 (+2,2 %) |
4 | Restaurationsbetriebe | 2'119 | +130 (+6,5 %) |
5 | Betriebsräume | 2'072 | +83 (+4,2 %) |
6 | Geschäftsräume | 1'614 | +29 (+1,8 %) |
7 | Übrige | 1'514 | – |
8 | Garage/Fahrzeuggewerbe | 1'231 | – |
9 | Baugewerbe | 1'179 | – |
10 | Freizeit/Sportanlagen | 963 | – |
Quelle: BFS – Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025, Grafik G22

57 Wohnungseinbrüche pro Tag
Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser zusammen verzeichneten 2025 insgesamt 20'806 Einbruchdiebstähle (2024: 19'693). Das entspricht durchschnittlich 57 Einbrüchen in Wohngebäude pro Tag – drei mehr als im Vorjahr (Zum Report 2024).
Der Anstieg bei Einfamilienhäusern (+6,8 %) ist dabei stärker als bei Mehrfamilienhäusern (+5,1 %). Beide Gebäudetypen haben ihre spezifischen Risikofaktoren: In Mehrfamilienhäusern erleichtert die Anonymität den Zutritt, bei Einfamilienhäusern bieten mehrere Zugangspunkte und erkennbare Abwesenheitszeiten ein erhöhtes Risiko.
Regionale Unterschiede: Einbruchshäufigkeit nach Kanton
Die Einbruchsrate variiert stark zwischen den Kantonen. Die Häufigkeitszahl (Einbruch- und Einschleichdiebstähle pro 1'000 Einwohner) zeigt, wo das Risiko überdurchschnittlich hoch ist.
Tabelle: Einbruchhäufigkeit nach Kanton 2025 (Auswahl)
Kanton | Häufigkeitszahl (‰) | Einordnung |
Basel-Stadt | 10,4 | Höchste Rate Schweiz |
Solothurn | 9,8 | Deutlich über Durchschnitt |
Waadt | 8,3 | Über Durchschnitt |
Genf | 6,4 | Über Durchschnitt |
Basel-Landschaft | 6,1 | Über Durchschnitt |
Bern | 5,4 | Leicht über Durchschnitt |
Thurgau | 5,5 | Leicht über Durchschnitt |
Schweizer Durchschnitt | 5,2 | – |
Graubünden | 4,5 | Unter Durchschnitt |
Aargau | 4,4 | Unter Durchschnitt |
Zürich | 4,3 | Unter Durchschnitt |
St. Gallen | 4,2 | Unter Durchschnitt |
Schwyz | 2,7 | Deutlich unter Durchschnitt |
Nidwalden | 1,8 | Niedrigste Raten |
Quelle: BFS – Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025, Tabelle T6
Städtische Kantone weisen tendenziell höhere Einbruchsraten auf als ländliche Regionen. Basel-Stadt führt die unrühmliche Statistik erneut an. Auffällig: Der Kanton Solothurn verzeichnet mit 9,8‰ einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2024: 8,5‰). Der Kanton Zürich liegt mit 4,3‰ unter dem Schweizer Durchschnitt – bei gleichzeitig hohen absoluten Fallzahlen aufgrund der grossen Bevölkerung.

Was die Zahlen für Eigenheimbesitzer und Unternehmen bedeuten
Die Kriminalstatistik 2025 zeigt ein klares Bild: Einbruchdiebstahl nimmt weiter zu, während die Aufklärungsquote praktisch stagniert. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Einbruch aufgeklärt wird, liegt bei knapp einem Fünftel. Prävention bleibt damit der wirksamste Schutz.
Unsere drei Erkenntnisse für die Praxis:
Wohngebäude sind das Hauptziel. Über 60 % aller Einbruchdiebstähle betreffen Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser. Wer in einem dieser Gebäudetypen lebt, sollte den eigenen Schutz überprüfen.
Gewerbeobjekte sind ebenfalls betroffen. Verkaufsräume, Restaurants, Betriebs- und Geschäftsräume verzeichnen zusammen über 8'000 Einbrüche pro Jahr. Für KMU sind sowohl materielle Verluste als auch Betriebsunterbrüche besonders relevant.
Mechanik und Elektronik in Kombination ergänzen sich. Ein wirksames Sicherheitskonzept kombiniert mechanische Barrieren (verstärkte Türen, Fenster, Schlösser) mit elektronischer Detektion (Alarmanlage, Videoüberwachung) und einem definierten Alarmierungsprozess.
Wie Anliker Alarm Ihr Zuhause und Unternehmen schützt
Angesichts dieser beunruhigenden Zahlen wird deutlich: Präventive Massnahmen sind unerlässlich. Die Anliker Alarm Gruppe ist seit über 25 Jahren als SES-zertifizierter Facherrichter in der Deutschschweiz tätig. Mit mehr als 1'600 installierten Sicherheitssystemen und Standorten in Zürich, Graubünden und der Westschweiz bieten wir massgeschneiderte Sicherheitskonzepte – für Privatkunden und Unternehmen.
Professionelle Sicherheitsanalyse: Unsere Experten identifizieren Schwachstellen in Ihrer Immobilie und entwickeln ein individuelles Sicherheitskonzept – speziell angepasst an die besonderen Anforderungen von Ein- und Mehrfamilienhäusern.
Moderne Alarmanlagen: Unsere Systeme erkennen Einbruchsversuche frühzeitig und schlagen sofort Alarm – wissenschaftliche Studien belegen, dass bereits installierte Alarmanlagen eine abschreckende Wirkung haben.
Videoüberwachung: Hochwertige Kameras dokumentieren jeden Vorfall und ermöglichen eine schnelle Reaktion. Besonders für Mehrfamilienhäuser bieten wir intelligente Lösungen für Eingangsbereiche und Tiefgaragen.
Mechanische Sicherungen: Von verstärkten Türen und Fenstern bis hin zu Spezialschlössern – mechanische Barrieren verlängern die Einbruchszeit und erhöhen das Entdeckungsrisiko für Täter erheblich.
Zutrittskontrollsysteme: Besonders für Unternehmen, Mehrfamilienhäuser und öffentliche Einrichtungen bieten wir fortschrittliche Lösungen zur kontrollierten Zugangsverwaltung.
24/7-Überwachung: Optional bieten wir eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung mit direkter Alarmweiterleitung an Sicherheitsdienste oder die Polizei.
Fazit: Vorsorge ist besser als nachtrauern
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 bestätigt: Einbruchdiebstahl bleibt ein anhaltendes Problem in der Schweiz. Während die Gesamtkriminalität sinkt, steigen die Einbruchszahlen im fünften Jahr in Folge. 128 Einbruch- und Einschleichdiebstähle pro Tag, eine Aufklärungsquote unter 20 % und über 20'000 betroffene Wohngebäude pro Jahr sprechen eine deutliche Sprache.
Wer sein Eigentum wirksam schützen möchte, setzt auf ein durchdachtes Sicherheitskonzept – abgestimmt auf das Objekt, die Umgebung und die individuellen Anforderungen.
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*Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) – Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), Jahresbericht 2025 (veröffentlicht am 23. März 2026). Zur Studie

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